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Egmatinger Gemeindemitteilung
Im Egmatinger Gemeindeblatt vom Dezember 2023 wird über den Beschluss "Flurnummer 1137 und 1137/1, Antrag auf abgrabungsrechtlichen Vorbescheid zur Errichtung einer Kiesgrube mit Kiesabbau, Bauschuttrecycling und anschließender Wiederverfüllung" berichtet und auf einige Bedenken hingewiesen.
- Trinkwasser
- Lärm
- Staub
- Bodendenkmäler der Bronzezeit und des frühen Mittelalters
- Bauschuttrecycling
- Wiederverfüllung
- Fahrbahnbeschaffenheit (unübersichtlich, mehr LKWs, Schul- und Linienbusse)
Das Egmatinger Gemeindegebiet beherbergt 3 WSG mit einer Entnahmen von ca. 20 Millionen cbm. Trinkwasser jährlich.
Der Gemeinderat Egmating ist sich seiner Verantwortung und Sozialbindung sehr wohl bewusst und stimmte am Dienstag, den 12.12.23, im öffentlichen Teil der Sitzung, einstimmig gegen den Vorbescheid.
Nichtsdestotrotz kann die übergeordnete Behörde mit Hilfe des §35 des BauGB die Kiesgrube genehmigen.
Wasserschutzgebiete
Die Kiesgrube wird sich unweit unserer drei ineinanderlaufenden Wasserschutzgebiete der Gemeinden Oberpframmern / Egmating / Zornedinger-Gruppe befinden und betrifft somit unseren Trinkwasserbrunnen.
Entfernung der Kiesgrube zum Wasserschutzgebiet (WSG):
WSG I (Trinkwassserbrunnen) = ca. 340m
WSG II = ca. 150m
WSG III = ca.75m - 280m
Bei genauerer Betrachtung der unterschiedlichen Wasserschutzgebiet-Karten fällt auf, dass die Wasserschutzgebiete "vorgeschlagen" sind.
Also unverbindlich oder verhandelbar? Zudem sind die Grundwassermessstellen weit ausserhalb des vorgeschlagenen und genehmigten WSG. Beim nördlich gelegenen Gebiet, der geplanten Kiesgrube zwischen den WSG bis zur Waldstraße, handelt es sich um eine Talsenke mit schnell durchlässiger Bodenschicht (Kies) mit einem Kiesvorkommen bis zu unserem Grundwasser, welches somit ins Schutzgebiet des Trinkwasserbrunnen`s Oberpframmern gehören müsste.
Schutzwaldrodung
Angrenzend zur geplanten Kiesgrube befindet sich ein unersetzlicher Bannwald, der zu Teilen zu Gunsten der Kiesgrube gerodet werden soll.
Bei diesem Bannwald handelt es sich um einen Hochwald, in dem seit ca. 8 Jahren ein Waldumbau (Mischwald) im Schutz (Hitzeschutz/Bodenfeuchte) der Baumriesen vollzogen wird und frei von Borkenkäfern ist.
Der zur Rodung freigegebene Waldrand steht ca. 8 Meter höher auf einem windexponierten Hügel.
Die Folgen der Rodung:
- Windwurf
- Zunahme der Temperatur von 10 bis 15 Grad im Wald und somit schnellere Austrocknung des Waldbodens in Hitzeperioden. Dadurch leiden die Bäume unter Wassermangel und der Borkenkäfer hat ein leichtes Spiel.
- Verlust des Waldes
Erklärung Bannwald:
https://www.bayernportal.de/dokumente/leistung/826869334421#?localize=false
Studie zu potenziellen Risiken...
...bei Abgrabungen innerhalb von Wasserschutzgebieten.
Durchgeführt von
"IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gemeinnützige GmbH"
für "Wasserverbund Niederrhein GmbH"
https://wv-n.de/media/2020_10_09_risiken_durch_abgrabungen_in_trinkwasserschutzgebieten.pdf
Petition
Bist du auch gegen die Kiesgrube an unserem Trinkwasserbrunnen?
Jede Stimme zählt!!!